Belle Maison - Wohngruppen für Kinder und Jugendliche mit einer Essstörung

Informationen für Fachleute

Unsere Wohngruppen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit einer Essstörung, halten ein stationäres Intensivangebot an der Schnittstelle Klinikaufenthalt und Jugendhilfe vor. In vielen Fällen dient es als Brücke zwischen Klinik und Zuhause.

Die Lebensbewältigung und die damit verbundenen Probleme im Alltag stellen für die Betroffenen und ihre Familiensysteme oft eine Überforderung dar, die das Aufrechterhalten der Essstörung und deren Komorbiditäten fördern.

Wir bieten unseren Bewohnerinnen und Bewohnern eine multiprofessionelle und individuelle Begleitung, um eine Chronifizierung der Erkrankung zu vermeiden und eine drohende seelische Behinderung abzuwenden.
In unseren Wohngruppen gilt es, den jungen Menschen einen neuen, familiären, behaglichen und perspektivisch sicheren Lebensraum zu schaffen. Hier kann bereits Erfahrenes mit professioneller Unterstützung in den Lebensalltag transferiert und eine physische und psychische Gesundung gefördert werden.

Mit unserem umfassenden therapeutischen und pädagogischen Betreuungskonzept begleiten wir unsere Bewohner in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung und unterstützen sie, ein selbstständiges und eigenverantwortliches Lebenkonzept zu entwickeln.

Zielgruppe

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die unter einer Essstörung leiden wie

  • Anorexia nervosa | Magersucht F 50.0
  • atypische Anorexia nervosa F 50.1
  • Bulimia nervosa | Ess-Brech-Sucht F 50.2
  • atypische Bulimia nervosa F 50.3
  • Binge-Eating | Essattacken F 50.8
  • Übergewicht
  • Adipoitas

und die einen möglichen Klinikaufenthalt verhindern möchten oder eine Nachsorge nach einem bereits erfolgten Klinikaufenthalt, wenn eine Rückführung in die Herkunftsfamilie (noch) nicht möglich ist.

Aufnahmekriterien

  • Einverständniserklärung der Eltern bei Minderjährigen
  • Mindestbereitschaft an Selbständigkeit, Teilnahme an den Maßnahmen der Wohngruppe
  • Kostenzusage des Jugend- oder Sozialamtes in schriftlicher Form
  • Aufnahmegewicht von >3%-Perzentile oder > BMI 16
  • Verschiedene Faktoren, die eine Gesundung im bisherigen Umfeld nicht ermöglichen

Ausschlusskriterien

  • akute Suizidgefährdung
  • akuter Medikamenten- oder Suchtmittelmissbrauch
  • weitere Erkrankungen, die vorrangig psychotherapeutisch/medizinisch behandelt werden müssen
  • akute Eigen- und Fremdgefährdung
  • im einzelfall geistige und körperliche Behinderung

Rechtsgrundlagen und Finanzierung

Die gesetzliche Grundlage ist das SGB VIII §§ 27, 34, 41 und 35a KJHG.
Bei einer emotionalen Erkrankung wird der Rechtsanspruch auf Eingliederungshilfe ggf. in Verbindung mit dem §§ 36 SGB VIII gesehen.

Die Finanzierung der Unterbringung und die Feststellung des Bedarfs erfolgen durch das zuständige Jugendamt oder den Sozialhilfeträger.

Kontakt

Bitte rufen Sie uns an unter 02331 – 4899262 oder schreiben in unser E-Mail-Formular.

Sie können sich hier unseren Folder herunterladen: Folder.pdf (0,2 MB)